"UM ANDEREN MENSCHEN HELFEN ZU KÖNNEN, WILL ICH SELBST EIN ANDERER MENSCH WERDEN"
Seelenpflege-bedürftige Menschen sind wie alle anderen und doch auch wiederum anders.
In der Begegnung mit ihnen wird offenbar, dass sie Qualitäten vermitteln können, die der sogenannte "Normale" von sich aus
nicht ohne weiteres besitzt. Nehmen wir ihre Gaben an, dürfen wir unsererseits "anders" werden – ein Infragestellen
der eigenen Person mit ihren bisherigen Lebensgewohnheiten erscheint dann als direkte Konsequenz.
Vor dem Hintergrund der aktuellen fachlichen Diskussion gründet sich die anthroposophisch orientierte Heilerziehungspflege
auf die Menschenkunde der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Ihr Studium vermittelt die Basis für ein wesensgemäßes Verstehen
der anvertrauten Menschen und schult den Blick auf das eigene Selbst als die in der therapeutischen Beziehung wirksame Kraft.
PRINZIP DER PRAXISINTEGRIERTEN AUSBILDUNG

Im Dialog zwischen Unterricht und den Erfahrungen aus der praktischen Arbeit
entsteht unmittelbar Handlungskompetenz. Vielfältige künstlerische Übungen
helfen den Kursteilnehmern, sich eine innere wie äußere Beweglichkeit im Anschauen und eigenen Tun zu erwerben, die grundlegend für die fruchtbare
Arbeit mit Seelenpflege-bedürftigen Menschen wird
.

Unsere Ausbildung wird in dieser Weise über einen
trialen Ansatz von gleichwertigen Säulen getragen:






dem Erleben wie Mitgestalten der heilpädagogischen und
sozialtherapeutischen Praxis in verschiedenen Arbeitsfeldern,
dem Üben und schöpferischen Gestalten in
künstlerischen Unterrichtsfächern,

dem Studium der geisteswissenschaftlichen und akademischen
Inhalte, die der Heilerziehungspflege zugrunde liegen